…so startete einer der ehrlichsten Vorträge, den die Schülerinnen der 4 HLWA und 4 HLWB jemals gehört haben.

Zitat eines Referenten: „Die meisten Süchtigen leugnen ihr Problem, bis sie auf dem „Boden der Realität“ aufgeschlagen sind – sie nicht mehr können. Bei manchen  beginnt der Boden beim Kopf, bei manchen beim Bauch und bei anderen drei Meter unter der Erde!“

STRO_Anonyme Alkoholiker - Logo

Ein gesellschaftlich anerkanntes Genussmittel, das unerbittlich, selbstzerstörend und mit sozialer Ächtung einhergeht, wenn das Maß überschritten wird. Fünf unterschiedlichen Persönlichkeiten, die nur eines gemeinsam haben, sie sind Alkoholiker und damit Verbündete in ihrem Kampf gegen einen übermächtigen Gegner, nämlich den Alkohol, zeigten uns ein anderes, oft verborgendes Bild der Gesellschaftsdroge Nummer eins auf. Offen und ehrlich und in ihrer Reflexion durchaus auch ironisch, wurde von den Referenten geschildert, wie sie AlkoholikerInnen geworden sind. Alleine die Erzählungen über das Ohnmachtsgefühl gegenüber dem Alkohol, der überall verfügbar ist, und den damit verbundenen Kontrollverlusten hat in dieser Deutlichkeit die Schülerinnen schockiert. Der Kampf trocken zu bleiben ist unerbittlich, verlangt ein hohes Maß an Selbstdisziplin und ein Netzwerk mit Verbündeten, wie den Anonymen Alkoholikern. Die regelmäßigen Besuche der Treffen sind so etwas wie eine „Lebensversicherung“ für die Betroffenen.

Der Vortrag war sehr beeindruckend und hat bei den Schülerinnen der 4HLWA und 4 HLWB einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen.

Die Anonymen Alkoholiker (AA), die 1935 gegründet wurden, sind die größte Selbsthilfegruppe der Welt. Einziges Kriterium bei der Gruppe aufgenommen zu werden ist die Einsicht, dass Alkoholiker zu sein und damit unheilbar krank: „Wir gaben zu, dass wir dem Alkohol gegenüber machtlos sind – und unser Leben nicht mehr meistern konnten.“ Hier erfahren die Süchtigen gegenseitige Unterstützung und Halt. Sie erhalten sich vollkommen autonom. Jeder gibt das was er kann. Spenden werden nicht angenommen!

Eine Gesellschaft, die sich ihren Alten und Kranken nicht mehr konsequent und mit allem Einsatz widmet, verliert ihre Humanität und geht menschlich gesehen in eine „kranke“ Richtung.

STRO_photo 2Im Rahmen des Psychologie- und Philosophieunterricht haben sich die Maturantinnen mit dem Thema Tod bzw. Sterben auseinandergesetzt. Für einen praxisnahen Zugang zu dieser ethisch hochsensiblen Thematik hat auch heuer wiederum Frau Melitta Walser von der Caritas Hospizbewegung gesorgt. Sie hatte viel zu erzählen über den individuellen Umgang mit Menschen, deren Lebenszeit definitiv zu Ende geht. Die Schülerinnen waren während des Vortrags angehalten sich in das Thema einzubringen, was diese zwei Stunden zu einem sehr privaten Erlebnis für alle Teilnehmer werden ließ.

Wir bedanken uns noch einmal bei Frau Walser, die mit einer großen Portion Humor, einen Einblick in ihr Wirken und Schaffen gegeben hat.

REWI_Nepal3Vielleicht ist ja unsere hervorragende Klassengemeinschaft dafür verantwortlich, dass Aktionen zu Gunsten anderer Menschen bei uns bereits Tradition haben.
Wir haben heuer Theo Fritsche und dessen Nepalprojekt mit unserer Brot- und Keksbackaktion tatkräftig unterstützt.
Gemeinsam mit Dipl. Päd. Renate Kessler haben wir Kekse gebacken, unser Lehrer, Robert Rewitzer, BEd half uns dabei, xXx Laibe Brot für den Verkauf herzustellen.
Einen besonderen Dank möchten wir in diesem Zusammenhang FV Frau Sonja Beck und Herrn Dir. Claudio Götsch aussprechen. Frau Beck sorgte dafür, dass uns viele Zutaten gratis zur Verfügung gestellt wurden, während unser Direktor den stolzen Erlös von € 816,– großzügig aufstockte, sodass wir auf dem Scheck die runde Summe von € 1.000.– ausweisen konnten.
Für uns, die 2HLWA, ist das heurige Projekt damit abgeschlossen. Herrn Theo Fritsche wünschen wir mit unserer Spende viel Erfolg beim Aufbau seiner Schulen in Nepal! http://www.theofritsche.at/